Journal Dampf-Heißluft 4/2022
8,50 €
Produktinformationen "Journal Dampf-Heißluft 4/2022"
Dampffahrräder, Dampfschlepper, historische Maschinen & Werkstattwissen
Zum Jahresabschluss 2022 erwartet Sie eine Ausgabe voller ungewöhnlicher Projekte, technischer Raffinessen und Einblicke in die Welt der Dampf- und Heißlufttechnik – mit Beiträgen für Tüftler, Historiker und Modellbauer gleichermaßen.
Ausgewählte Beiträge:
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Volker Koch: Restaurierung einer Gaselan-Dampfmaschine – mit detaillierten Hinweisen zur Überarbeitung historischer Modelle
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Thomas Hillenbrand: Das Vierwaldstättersee-Dampfschiff „RIGI“ (1848–1952) – ein Rückblick auf ein legendäres Schiff
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Busso Hennecke: Der optimale Dampfschlepper von Eitel Moch – ein aufwendiges Freelance-Projekt aus über zehn Jahren Bauzeit
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Rudolf Lang: „Kommt ein Dampffahrrad zum TÜV …“ – vom Traum zur TÜV-Abnahme, ein Erlebnisbericht
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Franz Dossenbach: Meine FORNEY – wenn der Weg zum Ziel Umwege nimmt
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Helmut Harhaus: Der Dampftonnenleger „Kapitän Meyer“ – ein Einblick in maritime Technik
Heißlufttechnik:
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Huib Visser: Klinner-Hebel-Stirlingmotor – eine elegante Neuinterpretation
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Horst Deppe: Zwei Beiträge zu Stirlingmotoren – darunter ein Modell für mittlere Temperaturen
Technikgeschichte & Spezialbeiträge:
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Rolf Hoffmann: Otto Lilienthal – nicht nur Flugpionier, sondern auch Dampfmaschinenfabrikant
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Christian Schwarzer: Unsere Welt der Technik, Teil 4 – „Mit der Dampfmaschine begann sie“
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Richard Reppisch: Besuch des Weltkulturerbes Rammelsberg bei Goslar
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Volker Koch: Bestimmung von „Guss“ – eine Materialbetrachtung
Werkstatt-Tipps:
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Gerhard Kieffer: Was tun, wenn das Anheizgebläse streikt?
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Helmut Harhaus: Brückenspannen – aus der praktischen Werkstattarbeit
Straßendampf:
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Gerhard Kieffer: Straßendampftreffen am Wasserturm in Lauingen
Plus wie gewohnt: Forum, Rubrik „kurz & fündig“, Dampfstammtische, AHA! Nr. 49 und mehr
| Produkttyp: | Zeitschrift |
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Seitenzahl: 86 Seiten
Erscheinungstermin: 21.10.2022
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Nachdem wir im Journal Dampf & Heißluft, Ausgabe 3/2021 den Dampftonnenleger BUSSARD vorgestellt haben und damit großes Interesse an dieser Art der dampfbetriebenen Spezialschiffe auslösen konnten, schauen wir uns nun den Dampfer an, der einst einmal die BUSSARD ablösen sollte – wozu es jedoch nie kam: die größere KAPITÄN MEYER. Ein langes Dampferleben liegt hinter ihr – heute liegt sie fest am Pier in Wilhelmshaven und ist „nur noch“ ein Museumsschiff. Aber immer noch vollständig und betriebsbereit ausgerüstet. Vielleicht sticht sie ja auch noch mal in See ...
Das Journal Dampf & Heißluft beschäftigt sich in erster Linie mit dem Modellbau von Dampfmaschinen und Heißluftmotoren. Es sind zahlreiche Baupläne und Tipps für den Modellbauer zu finden, aber auch die historischen Vorbilder sind mit in die Thematik einbezogen. Um die Jahrhundertwende wurden Lokomotiven, Schiffe, stationäre Maschinen und auch Straßenfahrzeuge mit Dampf angetrieben. Mit zunehmender Tendenz werden diese technischen Denkmäler im musealen Bereich wiederbelebt. Hier fi nden viele Dampfmodellbauer ihre Ideen und lassen diese Vorbilder im Modellmaßstab neu entstehen. Auch die vielen Dampf- und Nostalgiefans, welche nicht die Möglichkeit haben, selber Dampfmodelle zu bauen, erhalten in diesem Journal interessante Informationen, wie zum Beispiel in den Rubriken „Reiseziele“ und „Dampf im Museum“. Die begehrte Dampf-Terminliste mit Informationen über die nächsten Dampftreffen ist ebenfalls in jeder Ausgabe zu finden. Bestellen Sie jetzt Ihr Abonnement und profitieren Sie von vielen Vorteilen: 2 Tage vor dem Erstverkaufstag bereits druckfrisch in Ihrem Briefkasten Keine zusätzlichen Versandkosten Sie sparen gegenüber dem Einzelkauf am Kiosk Sie erhalten zusätzlich eine tolle Prämie Zusätzlich zu Ihrem Print-Abo können Sie sich die Digital-Ausgaben für nur € 2,40 pro Jahr dazubestellen. Das Digital-Abonnement steht Ihnen unter www.mediathek.neckar-verlag.de sowie in der Neckar-Verlag App für Android oder iOs zur Verfügung. Sie erhalten bei Bestellung eine E-Mail mit Ihren Zugangsdaten. Die Abo-Erweiterung bei bereits bestehenden Print-Abonnements können Sie per E-Mail an: bestellungen@neckar-verlag.de dazubestellen bzw. Sie nutzen einfach das Kontaktformular. Bezugsbedingungen: Prämiengebundene Abonnements verlängern sich nach Ablauf der Frist (1 bzw. 2 Jahre) automatisch. Das Abonnement ist dann jeweils sofort kündbar.
Der Magdalenenstrom in Südamerika heißt mit amtlichem Namen „Rio Grande de la Magdalena“, übersetzt: „Großer Fluss der (Maria) Magdalena“. Der Fluss liegt in Kolumbien und ist 1612 km lang (nach anderen Quellen 1538 km). Die ersten 800 km von der Mündung an der karibischen Küste bis etwa zur Stadt Honda konnten von Dampfschiffen befahren werden und ab 1875 auch die oberhalb von Stromschnellen liegenden Teile des Flusses.
Als ich pensioniert wurde, suchte ich eine sinnvolle Beschäftigung für meine Freizeit. Eine kleine mechanische Hobbywerkstatt war vorhanden. Als eine gewisse Zeit verstrichen war, hatte ich zwei Modelldampfloks mit Dampfantrieb selbst konstruiert und gebaut. Die erste war eine Shay und die zweite eine Garratt, beide mit einer 2-Zylinder-, oszillierenden Dampfmaschine im Maßstab 1:18 in Spurweite 45 mm. Da ich für den Dampfkessel ein vorhandenes Kupferrohr mit einem Durchmesser von 84 mm verwenden wollte, sind meine Modelle etwas größer geworden als 1:22,5. Jetzt wollte ich einmal ein Modell mit einer komplizierteren Steuerung konstruieren und bauen, es sollte eine Westernlok werden, eine FORNEY.
Engagierte Modellbauer haben unter sich das größte Spektrum aller Modelle gut aufgeteilt und fest im Griff. Es gibt Modellbauer, die arbeiten ganz ohne Plan und Vorbilder. Andere bauen exakt nach Plan! Wieder andere so gut wie möglich nach Plan! Und einige bauen Modelle – ganz nach ihren eigenen Vorstellungen und diversen Vorbildern – im Kopf: ein sogenanntes Freelance-Modell. Ein derartiges hat Eitel Moch, wohnhaft bei Hannover, in gut zehn Jahren auf die Räder gestellt, um die Welt mit seinem Virus zu bedampfen.
Dieser Stirlingmotor ist einer der ersten, die ich gebaut habe. Er ist ein Kompositbau aus Metall, Holz und Plexiglas, was aus dem Rahmen fällt, denn üblich sind Ganzmetallbauten. Im Betrieb hat er sich aber bewährt und obwohl nur mit einem großen Teelicht (es könnten auch drei kleine sein) ausgerüstet, kann er durchaus Tischmodelle antreiben.
Immer, wenn ich ehrfurchtsvoll vor den Giganten des Maschinenbaus stehe, habe ich mich gefragt, wie die schon vor über 100 Jahren solche gewaltigen Bauteile gefertigt haben! Ich meine die riesigen Dampfmaschinen, wie man sie z. B. als Tandel-Zwillingmaschine auf Zechen findet, oder die monumentalen Antriebsmaschinen auf Schiffen, zum Beispiel ausgeführt als Dreizylinder-Verbundmaschine. Da sieht man Bauteile, deren Fertigung heute bei mir nur ein ganz großes Fragezeichen auslöst. Ich denke an Kurbelwangen, an Pleuelstangen oder Schieber – bei allen erkennt man Flächen, die man fräsen kann und die dann in Radien übergehen, die man drehen kann. Aber wie haben die damals diese Übergänge gemacht: von Fläche in Radius? Und das bei diesen gewaltigen Dimensionen? Denn eines ist ja klar: Die Maschine muss immer größer sein als das Bauteil ...
Gerne möchte ich euch mein Dampffahrrad vorstellen und von meinen Erfahrungen mit zwei technischen Prüforganisationen berichten. Durchhaltevermögen für Langzeitprojekte zählt zu meinen Stärken und war für mein nächstes Ziel, ein Dampffahrrad, auch erforderlich. Das Lastenheft war lang und begann mit der Suche nach dem passenden Fahrrad. Auf der Veterama in Mannheim wurden wir fündig. Mit „wir“ meine ich meinen Bruder Helmut, der mich bei diesem Projekt mit seinen Ideen unterstützte. Ein Wanderer-Herrenrad Baujahr 1952 mit entsprechender Patina weckte unser Interesse.
„Nun ja, das ist eben aus Guss …“, so hört man immer wieder, auch von diversen Fachleuten der Dampfmodell- und Blechspielzeugsparte, die es eigentlich exakter wissen sollten. Die Aussage „das ist Guss ...“ ist wenig informativ und sollte deshalb unbedingt präzisiert werden, gerade wenn man ein Modell hinreichend genau beschreiben will. Es wird mit der Aussage „das ist Guss …“ nur ausgesagt, dass der betreffende Körper im Urformverfahren, also durch Gießen, erstellt wurde. Aus diesem Grunde soll im folgenden Beitrag etwas näher auf die Problematik eingegangen werden, damit es auch ohne die Bemühung hochwissenschaftlicher Abhandlungen und labortechnischer Spezialgeräte möglich ist, einen Gusswerkstoff einzugrenzen, der beim Modelldampf Verwendung fand oder findet.
Einen eher unbedeutenden Dampfmaschinenfabrikant kennt noch heute die ganze Welt. Er hieß Otto. Otto Lilienthal. Sein Vermögen verdiente er im 19. Jahrhundert mit Bau und Verkauf von Dampfmaschinen und Dampfkesseln. Seine Leidenschaft galt der Erforschung des Vogelfluges mit dem Ziel, den Flug „schwerer als Luft“ auch für Menschen möglich zu machen. Das gelang, kostete ihm aber auch das Leben, als er im Jahr 1896 nach etwa 2.000 erfolgreichen Gleitflügen mit seinem Flugapparat aus ca. fünfzehn Meter Höhe abstürzte.
Die Stirlingmotoren, die ich bisher gebaut habe liegen fast alle im Niedrigtemperatur-Bereich. Erstens genügten mir relativ schwache Leistung, denn etwas anderes als kleine Modelle antreiben war nicht vorgesehen, und zweitens ist die Materialwahl beim Bau weit weniger problematisch als bei hohen Temperaturen. Die Beheizung des Verdrängerzylinders beschränkte sich auf maximal drei Teelichter.
Die Modellbahner der Königsspur 1 (M 1:32) kennen alle den Lauinger Wasserturm und den E-Park, denn dort ist die Firma KM1 zu Hause, die Lokomotiven, Wagen, Gleise und weiteres Zubehör in herausragender Qualität herstellt. Über Himmelfahrt und die folgenden drei Tage waren die Straßendampfer zu einem Treffen am Wasserturm eingeladen. Da hat man schon mal hören können, ja, wo liegt denn dieses Lauingen? Dabei handelt es sich um ein hübsches Städtchen zwischen Ulm und Donauwörth mit etwa 11.000 Einwohnern. Im Norden eingesäumt von den Ausläufern der Schwäbischen Alb. Im Süden fließt die Donau vorbei, deren beide Ufer prächtiger, dichter Auwald ziert.
Das ehemalige Erzbergwerk und heutige Weltkulturerbe Rammelsberg bei Goslar wurde über einen Zeitraum von über 1000 Jahren nahezu ununterbrochen betrieben, bis die Erzvorkommen dann im Jahre 1988 erschöpft waren und der Bergbau daher eingestellt werden musste. Es gibt allerdings aufgrund von Münzfunden Hinweise darauf, dass am Rammelsberg bereits vor 3000 Jahren Erz geschürft wurde.
Beim Anheizen meines Zimmermann-Traktors M 1:2,7 hat im vergangenen Jahr – kurz nach Beginn der neuen Saison – plötzlich das 12-Volt-Anheizgebläse seinen Geist aufgegeben. Offensichtlich waren die Lamellen des Schaufelrades so vom Rost zerfressen, dass sie sich während des Betriebes völlig unerwartet verbogen und zum abrupten Stillstand führten. Glücklicherweise war bereits so viel Druck im Kessel, dass ich mit dem Hilfsbläser weiter arbeiten konnte. Natürlich ging mir sofort der Gedanke durch den Kopf, wer kann mir schnell ein neues leistungsfähiges Gebläse liefern?
Die „Rigi“ wurde im April 1847 durch die Postdampfschifffahrts-Gesellschaft bei der Londoner Werft Ditchburn & Mare bestellt, kurz nachdem bei dieser Werft ein größeres Schiff „Waldstätter“ in Auftrag gegeben worden war. Überlegungen bezogen zwar Escher Wyss, Zürich ein, doch war diese Werft vertraglich an die Knörr’sche Dampfschiffahrts-Gesellschaft gebunden, auch war der Preis höher. „Rigi“ wurde so zum vierten Dampfschiff auf dem See.
Vor einigen Jahren hatte ich schon mit diesem Modell „geliebäugelt“. Dieses Klinner-Modell wurde im Journal Dampf & Heißluft in der Ausgabe 4/2006 zusammen mit einigen Prinzip-Skizzen vorgestellt. Da ich erst seit 2008 Abonnent des Journals bin und diese Ausgabe nicht mehr im Webshop erhältlich war, hatte mir ein Modellbaukollege diese Informationen zugeschickt. Da der Durchmesser des Schwungrads angegeben war, konnte ich die Skizzen auf dem Drucker bis auf 1:1 vergrößern, und damit war es möglich, viele Sonderteile und die Zusammensetzung zu skizzieren. Zuerst auf Millimeterpapier, erst später nach dem Bau sind die Pläne entstanden. Wie bei meinen Arbeiten üblich, sind wieder mehrere optische und funktionelle Änderungen eingeflossen. Das erforderliche Material war vollständig vorhanden und ich konnte direkt mit dem Bau beginnen.
Vor der Wende war es uns Westdeutschen kaum bekannt, dass auch in dem anderen Teil Deutschlands – anfangs der sowjetischen Besatzungszone und später der ehemaligen DDR – beachtenswerte Spielzeugdampfmaschinen produziert wurden. Diese Leistungen sind umso höher zu bewerten, als das Produktionsumfeld hier wesentlich problematischer als im Westteil Deutschlands war. Es war schwieriger, bestimmte Materialien, Produkte und Werkzeuge zu bekommen, sofern man nicht die entsprechenden Beziehungen hatte. Es musste mit Ideenreichtum improvisiert und organisiert werden. Video zum Artikel