Lehren & Lernen 5/2024 Demokratie lernen – Schulische Handlungsmöglichkeiten in einer herausgeforderten Demokratie
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 5/2024 Demokratie lernen – Schulische Handlungsmöglichkeiten in einer herausgeforderten Demokratie"
Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – sie braucht Bildung, Haltung und Engagement. Angesichts wachsender populistischer und antidemokratischer Tendenzen setzt die Oktober-Ausgabe 2024 von Lehren & Lernen ein starkes Zeichen für demokratische Schulentwicklung und wertebasierte Bildung. Das Heft liefert fundierte Beiträge, ermutigende Beispiele und konkrete Impulse für die Praxis.
Demokratiebildung im Spannungsfeld gesellschaftlicher Herausforderungen
Die Artikel dieses Heftes beleuchten unterschiedliche Perspektiven auf schulische Demokratieförderung:
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Werte- und Demokratiebildung verknüpfen
Johannes Baumann zeigt, wie Struktur- und Prozessqualität in der schulischen Demokratiebildung zusammenspielen müssen. -
Digitale Lernprozesse und reale Beziehung
Ralf Lankau warnt vor Fehlentwicklungen im Umgang mit IT und KI – und fordert die Stärkung sozialer Interaktion im Schulalltag. -
Antisemitismuskritische Bildung
Volker Reinhardt und Rosemarie Godel-Gaßner zeigen, wie Erinnerungsarbeit und klare Handlungsempfehlungen wirksame Gegenstrategien bieten können. -
Partizipation und demokratische Schulentwicklung
Volker Reinhardt, Axinja Hachfeld und Andreas Romer plädieren für mehr Mitbestimmung im schulischen Alltag. -
Diskriminierungskritischer Klassenrat
Helmolt Rademacher zeigt auf, wie der Klassenrat als demokratisches Instrument wirksam genutzt werden kann.
Impulse aus Praxis, Forschung und Politik
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Gute Schule braucht starke Lehrer/innen
Carsten Bangert beleuchtet die Bedeutung pädagogischer Professionalität für eine gesunde und erfolgreiche Schule. -
„Lernreise – Schule erleben!“
Ein preisgekröntes Projekt für Schulentwicklung wird vorgestellt – praxisnah und inspirierend. -
Binnendifferenzierung für alle
Silvia Pool Maag stellt das Churermodell als universelles Framework für inklusiven Unterricht vor. -
Kritische Rückblicke auf die Schulreform
Michael Futterer und Ulrich Herrmann analysieren Entwicklungen und fragen nach den Perspektiven für Baden-Württemberg. -
Für Sie gelesen
Rezensionen zu aktuellen Titeln rund um Demokratiebildung und Konfliktkultur in der Schule runden die Ausgabe ab.
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| Produkttyp: | Zeitschrift |
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Ein demokratischer Staat existiert auf der Grundlage von elementaren Werten (Grundwerte, wie sie etwa im Grundgesetz oder auch in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen formuliert sind). Die Wertebildung – so die These in diesem Beitrag – ist Grundlage und Voraussetzung einer gelingenden Demokratiebildung an der Schule. Der Beitrag geht auf schwierige Herausforderungen ein, zeigt aber auch, wie sich Schulen sowohl struktur- als auch prozessqualitativ für eine gute Ergebnisqualität bei der Demokratiebildung engagieren können.Stichwörter: Wertebildung, Demokratiebildung, Offene Gesellschaft, Schulentwicklung
Seit mehr als 40 Jahren wird über Informationstechnik in Schulen diskutiert. Seit November 2022 kommt als Thema generative künstliche Intelligenz (KI) wie ChatGPT dazu. Dabei sind weder KI-Systeme noch Sprach- Bots neu. Mit Weizenbaums „Eliza“ konnte man schon 1966 chatten, Kybernetik als Begriff und Methode für automatisierte Datenverarbeitung publizierte Norbert Wiener 1948. Aber das Silicon Valley braucht ein neues „big thing“ (Brühl 2023). In der Schule sind solche Tools eher kontraproduktiv statt lernförderlich. Stichwörter: Kybernetische Pädagogik, Learning Analytics, empirische Bildungsforschung, Lernleistungsvermessung, pädagogische Wende
Im Mittelpunkt dieses Beitrags stehen Handlungsempfehlungen eines Autor/innenkollektivs, die im Rahmen eines großen von der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) geförderten Projektes Prävention und Bekämpfung von Antisemitismus zum Ziel haben. Hier wird der Fokus darauf gelegt, wie im schulischen Bereich Antisemitismus entgegnet werden kann. Stichwörter: Antisemitismus, Antisemitismuskritische Bildung, Holocaust Distortion, Antisemitismusprävention
Antisemitismuskritische Bildungsarbeit gewinnt mit der erschreckenden Zunahme von Antisemitismus seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 an enormer Bedeutung. Regionalgeschichtliche Erinnerungsarbeit kann auch für Schulen in diesem Kontext wichtige Impulse liefern, wie in diesem Beitrag aufgezeigt werden soll. Er stellt exemplarische Ergebnisse eines Forschungsprojektes an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg in Kooperation mit der Stuttgarter Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit vor. Stichwörter: Antisemitismuskritische Bildungsarbeit, Antisemitismus, Jenny Heymann, jüdische Lehrerin, Dr. Elisabeth Kranz, Widerstand, Erinnerungsarbeit, Nationalsozialismus, jüdische Schulen
Das Erlernen politischer Handlungskompetenz ist als Aufgabe der Schule in den Lehrplänen verankert, aber Demokratie muss auch gelebt und erfahren werden. Wie können Schulen Demokratie erlebbar machen und Partizipation ermöglichen? Der Beitrag fasst Partizipationsformen und Gestaltungskriterien demokratischer Schulentwicklung zusammen und gibt Beispiele für praktische Umsetzungsmöglichkeiten. Partizipation ist möglich, wenn Schulen geeignete Rahmenbedingungen bieten und bereit sind, Kontrolle und Verantwortung an die Lernenden abzugeben. Stichwörter: Demokratie, Partizipation, Mitbestimmung, Aktionsforschung, Demokratische Schulentwicklung
Der Klassenrat ist eines der wichtigsten Instrumente für demokratische Schulentwicklung. Sein Erfolg im Sinne demokratischen Lernens hängt von der Regelmäßigkeit und der Haltung der Lehrkraft im Sinne des Ernstnehmens der Anliegen der Kinder und Jugendlichen ab. Der Klassenrat kann nicht nur für organisatorische Fragen genutzt werden, sondern sich auch politischen Themen annehmen und diskriminierungskritisch wirken. Stichwörter: Klassenrat, Diskriminierungskritische Bildung, Demokratiebildung
Noch immer besteht für Lehrer/innen eine problematische Beanspruchungssituation. Lediglich 17% gelten als gesund. Die Perspektive auf Minderung der Belastungen ist hinsichtlich des akuten Lehrpersonenmangels gering. Was also tun? Wie kann es dennoch gelingen, dass die Lehrpersonen ihrer Arbeit gerne nachgehen und diese überwiegend als sinnstiftend erleben? Wie kann es einer Schulleitung gelingen, gemeinsam mit ihren erfolgreichen Lehrer/innen gute und gesunde Schule zu machen? Wie können Denkmodelle und Impulse dabei helfen, gruppendynamische Prozesse in positiver Weise für die Schulentwicklung zu nutzen? Stichwörter: Lehrergesundheit, Mindset, Schulentwicklung, Führung, Schulleitung, Gruppendynamik, Kollegium, Resilienz, Exzellenz, Arbeitsmedizin, Gesundheit, Zufriedenheit, Sinnstiftung
Innovative Schulen kennenlernen: Das kann sehr gewinnbringend sein. Es kann den Horizont erweitern, es kann irritieren, es kann inspirieren und es dient der Vernetzung. In diesem Text wird vom Projekt Lernreise berichtet, bei welchem eine kleine Gruppe von ca. fünfzehn interessierten Personen gemeinsam für zwei Wochen durch Deutschland reist, etwa sechs ausgewählte Schulen besucht und sich mit der Frage beschäftigt: „Was macht eine gute Schule aus?“Stichwörter: Lernreise, Hospitation, Schulqualität, Schulentwicklung
Inklusiver Unterricht, das Kerngeschäft von Lehr- und Fachpersonen, erfordert eine Didaktik der Vielfalt, die dem Lernen Raum gibt. Das Churermodell der Binnendifferenzierung ist ein Unterrichtsarrangement, das von Lehrpersonen umgesetzt wird, um der zunehmenden Heterogenität im Unterricht zu begegnen. Im Beitrag werden die Kernelemente und Merkmale des Modells erläutert und illustriert, und es wird erörtert, weshalb die Nutzung des Raums als dritter Pädagoge in Kombination mit Binnendifferenzierung und verstärkter Partizipation der Lernenden ein Framework für guten inklusiven Unterricht schafft.Stichwörter: Unterricht, Binnendifferenzierung, Raum, Heterogenität, Partizipation, Inklusion
Michael Futterer diskutiert in seinem Beitrag die krisenhaften Entwicklungen im Schulsystem Baden-Württembergs vor dem Hintergrund struktureller, ressourcen- und qualitätsbezogener Fragestellungen. Ergänzt durch einen Rückblick auf die Big Points aus zwei Dekaden Schulentwicklung dokumentiert er kritische Aspekte eben dieser an der Schnittstelle von Bildungspolitik, Schulsystem und Schulsystemsteuerung.Stichwörter: Bildungspolitik, Baden-Württemberg, Schulsystem, Schulsystemsteuerung
Ist Schulreform in Baden-Württemberg eine unendliche oder eher unmögliche Geschichte? G9 wurde aus Kostengründen und Personalmangel zugunsten von G8 abgeschafft, obwohl es mit G8-Zügen im G9 ganz gut geklappt hat. Dann gab und gibt es G9 noch als „Modell“ – 200 Jahre nach der Erfindung des Gymnasiums –, als bräuchte man einen neuen Modellversuch für einen Pkw, nachdem Bertha Benz bereits im Jahre 1888 mit dem Patent-Motorwagen ihres Mannes von Mannheim nach Pforzheim gefahren war. Jetzt soll G9 wieder kommen. Im Süden etwas Neues? Eine Provinzposse.Stichwörter: Schulreform, Baden-Württemberg, Gymnasium, 2-Säulen-Konzept, Sekundarschule