tu 166 - Zeitschrift für Technik im Unterricht
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Produktinformationen "tu 166 - Zeitschrift für Technik im Unterricht"
tu – Die praxisorientierte Informationsquelle für lebendigen Technikunterricht für die Primarstufe und Sekundarstufe
Schriftleitung Burkhard Sachs
- Fachdidaktik und konkrete Unterrichtsbeispiele
- Gut umzusetzende Bauanleitungen
- Linkempfehlungen zu interessanten Internetseiten, die Ihren Technikunterricht bereichern
- Diskussionen über den Umbruch des Technikunterrichts in der Schulpolitik mit Blick über den Tellerrand
| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Seitenzahl: 48 Seiten
Erscheinungstermin: 12.12.2017
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Schule tat sich in der Vergangenheit häufig schwer, mit der Wirtschaft gemeinsame schulische Aktivitäten zu realisieren. Man wollte dem Vorwurf vorbeugen, von Interessensvertretern vereinnahmt zu werden. Inzwischen liegen tragfähige Modelle für pädagogisch determinierte Kooperationen vor. Das folgende Beispiel zeigt, dass Firmen beachtliche Anstrengungen unternehmen, um Schülerinnen und Schüler frühzeitig für Technik, hier speziell Informationstechnik, zu interessieren und die Begeisterung hierfür zu wecken. Über Jahre führte die Kooperation zwischen einer Schule und einer Firma zu einem Netzwerk aus engagierten Vertretern aus Wirtschaft, Schulen und Hochschulen. Die Gründung der Juniorakademie steht daher nicht am Anfang, sie eröffnete aber vielfältige und neue Möglichkeiten der Förderung.
Schüler und Schülerinnen erwerben grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit dem Werkstoff Holz. Sie können mit ausgewählten Werkzeugen und einfachen Maschinen fachgerecht und sicher umgehen. So, oder so ähnlich steht es in vielen Bildungsplänen der einzelnen Bundesländer. In den meisten Fällen geht es um Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5+6, teilweise dürfen auch Grundschüler aus den Klassenstufen 3+4, im Fach Sachunterricht, mit dem Werkstoff Holz arbeiten. Der Unterricht im Fach Technik soll Mädchen und Jungen gleichermaßen ansprechen, die Themen sollen an die Erfahrungswelt dieser Altersgruppe anknüpfen und so gewählt werden, dass sowohl ein einfaches Nachbauen als auch ein Weiterentwickeln nach eigenen Vorstellungen möglich ist. Beim Herstellen und Weiterentwickeln schulen die Schülerinnen und Schüler ihre Fertigkeiten im Umgang/Einsatz von Werkzeugen und Maschinen, machen Erfahrungen mit dem Werkstoff und lernen sich bezüglich ihrer Fähigkeiten und Neigungen besser einzuschätzen.
Der Beitrag erörtert das Thema des Fachraumsystems für den allgemeinbildenden Technikunterricht vorrangig aus einer strukturellen Perspektive. Dabei kann der Autor sich auf diesbezüglich bereits vorliegende Überlegungen im Zuge der (Nachkrieg-)Entwicklung des Werkunterrichts in der Bundesrepublik über das technische Werken hin zum mehrperspektivischen Technikunterricht berufen. Als Protagonisten, die sich des Themas bereits annahmen, wären unter anderen zu nennen: Karl Klöckner, Otto Mehrgardt, Erwin Roth, August Steidle, Burkhard Sachs und Winfried Schmayl. In Weiterentwicklung deren struktureller Ansätze widmet sich der Beitrag nun auch der Binnenstruktur der Fachräume, Werkstätten und Nebenräume, die insgesamt das Fachraumsystem bilden. Dabei kommt es dem Autor darauf an, dass durch die hier vorgetragenen Anregungen in erster Linie die Lehrkräfte und in der Folge letztlich das Fachraumsystem als solches so ertüchtigt werden, dass ein die Intentionen des allgemeinbildenden Technikunterrichts weitest gehend angemessenes Raumkonzept ermöglicht wird. Die hier vorgestellten Funktionen und Aktionsspielräume, die in den Fachräumen realisiert werden sollten, gelten ihm als eine notwendige Voraussetzung für die Durchführung eines in allen seinen Belangen vollständigen Technikunterrichts.
In aktuellen Forschungsarbeiten wird eine naturwissenschaftlich-technische Bildung bereits im Elementar- und Primarbereich gefordert (vgl. bspw. Möller 2004, 2010 sowie das Konzeptpapier der GDSU 2012). Grundschüler(innen) sollen dabei im technikbezogenen Sachunterricht unterstützt werden, „[…] ihre natürliche, kulturelle, soziale und technische Umwelt sachbezogen zu verstehen, sie sich auf dieser Grundlage bildungswirksam zu erschließen und sich darin zu orientieren, mitzuwirken und zu handeln“ (GDSU 2012, S. 3). Für eine durch technische Artefakte und Phänomene gestützte Interessensbildung und Lernförderung wird u. a. dafür plädiert, außerschulische Lebenswirklichkeiten in den Unterricht zu integrieren. Grundschullehrer(innen) stehen daher vor der besonderen Aufgabe, neben der Vermittlung von situierten Technikinhalten aus einer Vielzahl von außerschulischen Lernorten zu wählen, um bei den Schüler(innen) das Interesse für technische Sachverhalte zu fördern und eine Wissensvermittlung anzubahnen. Dieser Beitrag leistet einen ersten explorativen Zugang, indem verschiedene technikbezogene außerschulische Lernorte in Baden-Württemberg von Lehramtsstudierenden im Rahmen der Primarlehrerausbildung besucht (u. a. Museen, Science Center, Workshop-Werkstätten, reale Technikobjekte) und bzgl. der Interessensbildung und Lernförderung für ihre zukünftige Schüler(innen) eingeschätzt werden.