Journal Dampf-Heißluft 1/2023
9,40 €
Produktinformationen "Journal Dampf-Heißluft 1/2023"
Mit Volldampf ins neue Jahr: Modelltechnik, Szeneberichte, Heißluftmotoren und Geschichte
Die erste Ausgabe 2023 bietet einen vielfältigen Themenmix aus technischer Kreativität, historischen Dampfgeschichten, Modellumbauten und Berichten aus der Dampfszene – wie gewohnt fundiert, praxisnah und leidenschaftlich erzählt.
Highlights aus dem Heft:
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Dampfeisbrecher auf Elbe und Oder
Joachim Winde über winterlichen Dampfeinsatz auf gefrorenen Wasserwegen – mit stimmungsvollen Fotos. -
Dreifach-Antrieb im Modell: Die „JOLANDA“
Jürgen Pietsch stellt eine Replika mit Uhrwerk-, Dampf- und Elektroantrieb vor – inklusive Fahrvideo. -
Mamod-Workshop & Märklin-Blechtransmission
Volker Koch zeigt die Anwendung und Restaurierung von klassischen Blechspielzeugen mit Werkstattbezug. -
Zahnraddampflok Nr. 7 auf der Rigi
Franz Dossenbach schildert eine Fahrt voller Nostalgie und Ausblick. -
Dampfschiff PRINZ HEINRICH & Flensburger Dampfrundum
Helmut Harhaus dokumentiert maritimen Dampfbetrieb und ein Sommerereignis. -
Dampffest in Einsiedeln
Gerhard Kieffer mit einem lebendigen Veranstaltungsbericht aus der Schweiz. -
Erlebnismuseum Kupfermühle
Ein Rückblick von K.-U. Hölscher (†) auf ein technikhistorisches Highlight.
Werkstatt & Technik:
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Wolfgang Schleidt: Optimierung der Abdampfdüse
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Walter Decke: Schleifvorrichtung Ø 50 mm
Heißluftmotoren:
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G. Malek: Stirling-Spielzeugmotor nach Jean Schoenner
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H. Deppe: Stirlingmotor EPAMINONDAS
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E. Maurer: „Brunnenzauber“ – ein poetisches Heißluftmodell
Technikgeschichte:
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Christian Schwarzer: Unsere Welt der Technik, Teil 5 – Mit der Dampfmaschine begann sie
Dazu wie immer: Forum, Dampfstammtische, AHA! Nr. 50, Veranstaltungstermine, Leserbeiträge und vieles mehr
| Produkttyp: | Zeitschrift |
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Seitenzahl: 86 Seiten
Erscheinungstermin: 20.01.2023
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Das Journal Dampf & Heißluft beschäftigt sich in erster Linie mit dem Modellbau von Dampfmaschinen und Heißluftmotoren. Es sind zahlreiche Baupläne und Tipps für den Modellbauer zu finden, aber auch die historischen Vorbilder sind mit in die Thematik einbezogen. Um die Jahrhundertwende wurden Lokomotiven, Schiffe, stationäre Maschinen und auch Straßenfahrzeuge mit Dampf angetrieben. Mit zunehmender Tendenz werden diese technischen Denkmäler im musealen Bereich wiederbelebt. Hier fi nden viele Dampfmodellbauer ihre Ideen und lassen diese Vorbilder im Modellmaßstab neu entstehen. Auch die vielen Dampf- und Nostalgiefans, welche nicht die Möglichkeit haben, selber Dampfmodelle zu bauen, erhalten in diesem Journal interessante Informationen, wie zum Beispiel in den Rubriken „Reiseziele“ und „Dampf im Museum“. Die begehrte Dampf-Terminliste mit Informationen über die nächsten Dampftreffen ist ebenfalls in jeder Ausgabe zu finden. Bestellen Sie jetzt Ihr Abonnement und profitieren Sie von vielen Vorteilen: 2 Tage vor dem Erstverkaufstag bereits druckfrisch in Ihrem Briefkasten Keine zusätzlichen Versandkosten Sie sparen gegenüber dem Einzelkauf am Kiosk Sie erhalten zusätzlich eine tolle Prämie Zusätzlich zu Ihrem Print-Abo können Sie sich die Digital-Ausgaben für nur € 2,40 pro Jahr dazubestellen. Das Digital-Abonnement steht Ihnen unter www.mediathek.neckar-verlag.de sowie in der Neckar-Verlag App für Android oder iOs zur Verfügung. Sie erhalten bei Bestellung eine E-Mail mit Ihren Zugangsdaten. Die Abo-Erweiterung bei bereits bestehenden Print-Abonnements können Sie per E-Mail an: bestellungen@neckar-verlag.de dazubestellen bzw. Sie nutzen einfach das Kontaktformular. Bezugsbedingungen: Prämiengebundene Abonnements verlängern sich nach Ablauf der Frist (1 bzw. 2 Jahre) automatisch. Das Abonnement ist dann jeweils sofort kündbar.
Vor der überraschenden Entwicklung der Eisenbahnen hatte die englische Regierung jahrelang versucht, ihre Transportprobleme durch den Bau von Kanälen zu lösen. Auf diesen Kanälen verkehrte eine riesige Flotte von Kähnen aller Größen. Sie dienten zum Waren- und zum Personentransport und wurden von Pferden oder Bootsknechten getreidelt. Waren die Pferde zu müde, dann wurde der Kahn vom Bootsbesitzer und seiner Frau gezogen. Hier konnte die Eisenbahn im Laufe der Jahre viele Probleme lösen, aber eben nur dort, wo sich der Bau von Gleisen und allem Zubehör lohnte. Da kamen viele Erfinder, Ingenieure und Geschäftsleute auf den naheliegenden Gedanken: Wir bauen Dampf-Omnibusse und richten feste Omnibuslinien ein. Einer von diesen Erfindern war Walter Hancock. Er wurde 1799 geboren und betrieb mit seinem Bruder ein Geschäft, das sich mit der Verarbeitung von Kautschuk beschäftigte.
Ich möchte hier ein Verfahren vorstellen, bei dem man eine Verbesserung des Unterdrucks in der Rauchkammer und damit eine optimierte Feuer-Anfachung erreichen kann. Vor einigen Jahren hatte ich das Problem, dass ich mit dem damaligen Wissen und der Ableitung schon funktionsfähiger Konzepte keine optimale Feuer-Anfachung erreichen konnte. Mir wurde bald klar, dass einfach nur rumprobieren nicht zum Ziel führen konnte. Zudem es recht lästig war, immer wieder anzuheizen und erst nach einiger Zeit ein Ergebnis sehen zu können. Video zum Bericht (Die optimierte Dampflok)
Vor einigen Monaten baute ich einen Stirling-Motor, den ich als Kuriosum bezeichnete, weil er eher dem Nähkästchen meiner Frau glich als einer Antriebsmaschine. Ich versuchte dort die Vor- und Nachteile der vertikalen und horizontalen Bauart auf einen Nenner zu bringen, was überraschend gut gelang: Mit einer Schrägstellung der Heizfläche des Verdrängerzylinders erreicht man eine markante Steigerung der Leistung des Motors, einerseits durch die erhöhte Wirkung der Flamme und andererseits durch die Schonung des „kalten“ Teils der Maschine. Die neu gebaute etwas präsentablere Maschine kann als Horizontale für zwei Teelichter und als Geneigte für eine Brennspritbeheizung eingesetzt werden. In dieser Version ist ihre Effizienz erstaunlich. Mit der kleinen Flamme startet sie nach 20 Sekunden und dreht die nächsten 15 Minuten flott, bis der Inhalt des Tanks erschöpft ist.
Endlich wieder an Bord, endlich wieder Bugwellen und endlich wieder Kohle-Dampf schnuppern ... Lange mussten wir wegen Corona auf alle Events verzichten. 2019 konnte Flensburg zum letzten Mal einladen. So war es in diesem Jahr mehr als nur eine Dampftreffen-Wiederholung – es war ein zurückgewonnenes Stück Freiheit – pur! So freuten wir uns besonders, als die 15. DAMPF RUNDUM für 2022 wieder in Aussicht gestellt wurde, und haben innig gehofft, dass da keiner wieder einen Strich durch die Rechnung machen würde ... Und es hat funktioniert. Vom 8. bis zum 10. Juli lebte die Pier wieder auf. Jedoch war der Umfang merklich kleiner als in den Jahren zuvor. So ganz hat sich noch nicht alles wieder normalisieren können.
Das Zeitalter der beim Eisaufbruch tätigen Spezialschiffe begann in Deutschland 1871 mit dem in Stettin für die Unterelbe ab Hamburg gebauten „Eisbrecher No. 1“, später umbenannt in „Eisfuchs“, und endete 1989 mit der Außerdienststellung des Dampfeisbrechers „Wal“.
Seit den Enddreißigern des letzten Jahrhunderts existiert die englische Firma Mamod (Malins Models, gegründet anfangs als Familienbetrieb) und ist auch heute noch neben Wilesco einer der weltweit größten Hersteller von Modell-/Spielzeugdampfmaschinen. In Großbritannien gab es neben vielen weiteren Dampfspielzeug-Herstellern die Firma Bowman bis etwa 1935, an deren einfachen, aber robusten Dampfmaschinenmodellen sich der Firmengründer Mr. Geoffrey Malins seinerzeit orientiert hatte. Im Gegensatz zum deutschen Hersteller Wilesco sind die Dampfmodelle alle recht simpel gehalten, es dominiert der oszillierende („Wackel“-)Zylinder, aber man kann den Mamod-Produkten trotzdem einen gewissen Charme nicht absprechen.
Pumpen sind interessante Antriebsmodelle und auf Ausstellungen immer ein gewisser Anziehungsmagnet. Es bewegt sich etwas, es plätschert und manche Menschen erinnern sich vielleicht noch daran, wie sie selbst mit so einer Schwengelpumpe Wasser holen mussten oder durften. Und die Jüngeren können lernen, dass nicht immer alles einfach auf Knopfdruck geht. Und weil mir die große Pumpe so gut gefallen hat, habe ich mir noch eine zweite aus dem kleineren Gusssatz dazu gebaut. So kann ich mit einem kleinen Stirlingmotor ebenfalls eine Schwengelpumpe antreiben.
Seit 1633 stellte die Kupfermühle bei Harrislee Kupferbleche zur Bedachung der dänischen Königsschlösser und zur Verkleidung hölzerner Schiffsrümpfe her. Um 1800 war in Kupfermühle an der Flensburger Förde eine der bedeutendsten Industrieanlagen Dänemarks und des Herzogtums Schleswig entstanden. Im Krieg gegen Preußen und Österreich 1863–1864 verlor Dänemark die Gebiete Schleswig, Holstein und Lauenburg an Deutschland. Jedoch überlebte der Industriestandort Kupfermühle diesen Wechsel ebenso wie die zwei Weltkriege. Erst 1962 wurde die „Crusauer Kupfer- und Messingfabrik“ geschlossen. Seit dieser Zeit sammeln die Stifter Gisela und Bodo Daetz alles, was historischen Wert und Aussagekraft für die Geschichte der Fabrik und des Ortes hat.
Das Schleswig-Holsteinische Landwirtschaftsmuseum machte Werbung für das 1. Stationärmotorentreffen auf seinem Gelände in Meldorf. Diese Info war schon mal sehr interessant. Doch halt, stopp! Ein Landwirtschaftsmuseum muss doch auch „Dampf“ haben, vermuteten wir sofort. Nachschau im Netz ergab, dass das Museum tatsächlich eine Lokomobile besitzt. Das wollten wir uns nun genau ansehen und darüber berichten, außerdem sind alte Motoren, wenn gar betriebsfähig, auch immer eine Reise wert. So ging es dann im Mai 2022 von der Ostküste (Kiel) zur Westküste Schleswig-Holsteins nach Meldorf. Auf dem Freigelände vor dem Museum waren etwa 30 Motoren zum Teil in Betrieb zu sehen.
Die letzte Phase der Märklin-Echtdampfzeit – sie endete 1954 – war vor allem gezeichnet durch relativ einfache Blechmodelle, die meist in einem hellgrünen Farbton gehalten waren. Den hohen Qualitätsstandard des Dampfspielzeuges der 20er Jahre hatte man bereits vor langem verlassen. Gar kein Vergleich zu den kunstvoll gegossenen Eisenteilen der Vorkriegszeit! Man denke nur an die feinen Details der Eisenguss-Dampfmaschinenfundamente. Bei den großen Vorkriegsherstellern, natürlich auch bei Märklin, wurden dagegen auch Hochtransmissionen angeboten, teilweise mit kunstvoll gegossenen Eisensäulen.
Da meine zu schleifenden Teile immer kleiner wurden und der große Tellerschleifer zu unhandlich für die kleinen Teile war, kam ich auf die Idee, eine kleine Schleifvorrichtung zu bauen. Für den Antrieb wurde ein alter Motor einer Nähmaschine mit Fußschalter verwendet. Die restlichen Teile sind aus der Restekiste. Den Schleifteller Ø 50 mm mit Schleifpads hatte ich mir von einem chinesischen Anbieter besorgt. Er stellte sich aber auf Dauer als nicht brauchbar heraus, weil sich an den Pads die zu schleifenden Teile abdrücken daher musste noch ein neuer Schleifteller gefertigt und mit einem Klettpad beklebt werden.
Der Schraubendampfer „Jolanda“ wurde erstmals 1909 als Märklin-Yacht im Katalog als hochpräzises Schiffsmodell mit geregeltem Uhrwerk, zwei Decks, Salon, vier Rettungsbooten, zwei Masten und windbarem Anker angeboten und erwies sich als Erfolgsmodell, denn es wurde annähernd 20 Jahre bis zum Ende der Tinplate-Zeit verkauft. Das als Spielzeug deklarierte Schiff war tatsächlich eine sehr gute Wiedergabe der damals typischen Dampfyachten und kann daher schon eher als ein Modell dieses Schiffstyps angesprochen werden
In einer Bildersammlung von Gerd Maier über Spielzeugstirlinge fand ich einen Motor, der vermutlich von Jean Schoenner stammt. Der Stirling hatte wieder viel „Geklapper um sich rum“. Genau das, was ich immer suche. Von den gefundenen Bildern machte ich mir dann wieder einige Skizzen mit den Maßen, die ich für mein kleineres Modell brauchte.
Es war ein ganz feierlicher Augenblick, als nach vierzehn Jahren höchst anstrengender Arbeit der Restaurierung das Schiff in neuem Glanz erstrahlte und voller Würde, als sie wieder im ehemaligen Handelshafen der Stadt Leer festmachten konnte. Wovon ich spreche? Vom glanzvollen Comeback des Traditionsschiffes PRINZ HEINRICH – das altehrwürdige Passagier- und Postschiff. Und ich hätte mir gut vorstellen können, dass der Namensgeber, der kaiserlichdeutsche Großadmiral Prinz Heinrich von Preußen (1862 – 1929), er war der jüngere Bruder Kaiser Wilhelms II., der erneuten Indienststellung als Ehrengast seine Aufwartung gemacht hätte ...
Das Dorf Einsiedeln, im Herzen der Zentralschweiz in einem voralpinen Hochtal gelegen, ist mit seiner weltberühmten Benediktiner Abtei mit einer über 1.000-jährigen Geschichte weithin bekannt. Wallfahrer kommen hierher und das Klosterdorf ist auch bei Wanderern inzwischen sehr beliebt. Ebenso unter Skispringern genießt der Ort einen guten Ruf. Ein weiterer Anziehungspunkt ist dem Modelleisenbahn-Club Einsiedeln (MECE) mit seiner personenbefördernden Parkbahn gelungen. Sie zählt inzwischen zu den schönsten und größten Anlagen der Schweiz.
Zu meinem Geburtstag schenkte mir meine Familie eine Fahrt mit der legendären RIGI-Dampflok Nr. 7. Sie wurde vor 150 Jahren konstruiert und funktioniert immer noch. Wir stiegen in Viznau, 435 m ü. M. in den schön restaurierten Vorstellwagen Nr. 5 ein. Mit einem „Ruck“ setzt sich der Zug in Bewegung, das große Zahnrad hat sich in der Zahnstange eingeklinkt. Mit 7,5 km/h geht es bergauf, dabei wird man während der Fahrt durchgerüttelt und man wird von einer einmaligen Geräuschkulisse begleitet. Der metallene Klang des Antriebs, der Dampfschlag der Dampfmaschine, das Rattern der Räder und dazu kam noch der Geruch des Rauches. Auf der Fahrt auf die Rigi hält der Zug an drei Stationen.