Lehren & Lernen 5/2021 Folgen der Corona-Pandemie und Konsequenzen für die Schüler/innen und Schulen
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Produktinformationen " Lehren & Lernen 5/2021 Folgen der Corona-Pandemie und Konsequenzen für die Schüler/innen und Schulen"
Die Corona-Pandemie hat das Schulleben tiefgreifend verändert. Lernrückstände, psychische Belastungen und Bildungsungleichheit stellen Schulen auch 2021 vor enorme Herausforderungen. Die Mai-Ausgabe von Lehren & Lernen analysiert diese Folgen aus psychologischer, pädagogischer und bildungspolitischer Perspektive – und zeigt Wege für einen konstruktiven Umgang.
Zwischen Ausnahmezustand und Neuanfang
Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen von Schulpsycholog/innen, Beratungslehrkräften und Lehrpersonen:
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Corona-Lagebericht Schulpsychologie
Nina Großmann und Ulrich Herrmann beleuchten die strukturellen Defizite im schulpsychologischen Dienst Baden-Württembergs. -
Beratung im Ausnahmezustand
Michael Dörfel und Florian Gantner berichten aus der Perspektive von Beratungslehrern – mit Fokus auf die seelische Verfassung von Schüler/innen. -
„Hat man uns vergessen?“
Matthias Schmidt und Susanne Klein analysieren die Folgen der Schulschließungen für verhaltensauffällige Kinder an einem SBBZ. -
Depressionen erkennen und begleiten
Gabriel Kornwachs schildert Erfahrungen aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Wie umgehen mit der „Corona-Generation“?
Joachim Lohmann fordert eine Schulbesuchsverlängerung als Ausgleich. Ulrich Herrmann problematisiert das sogenannte „Notabitur“, Alex Rühle stellt die Frage nach der verlorenen Jugendzeit – und Johannes Baumann formuliert fünf bildungspolitische Imperative für die Zeit nach Corona.
Weitere Themen im Panorama
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Sommerschulen in Baden-Württemberg
Eine Studie von Hermann Scheiring et al. zeigt, wie Lesekompetenz in Förderprogrammen effektiv gestärkt werden kann. -
Beziehungsgestaltung im Schulalltag
Ruth Pfeifer et al. stellen Strategien für eine gelingende Beziehungsarbeit vor – gerade in unsicheren Zeiten. -
Digitale Schulentwicklung – Teil 2
Sarah Stumm präsentiert spielerische Elemente beim Hörverstehen mit text-to-speech-Technologien. -
Für Sie gelesen
Rezension zu Aladin El-Mafaalanis Mythos Bildung von Gerhard Ziener.
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✔ Praxisideen für Beziehungsarbeit und digitale Unterrichtsentwicklung
| Produkttyp: | Zeitschrift |
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Seitenzahl: 40 Seiten
Erscheinungstermin: 17.05.2021
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Der vorliegende Beitrag stellt auf Grundlage einer Unterrichtsstunde aus dem Bereich des Englischunterrichts eine Möglichkeit vor, wie Texte im Rahmen der Unterrichtsvorbereitung ohne großen Zeitaufwand vertont und individuell an die Lerngruppen angepasst werden können. Er beschreibt die Planung und das Vorgehen des Vertonens mit dem Programm Amazon Polly und nennt Tipps und Tricks zur Umsetzung für den Unterricht. Stichwörter: Die Nutzung digitaler und spielerischer Elemente beim Hörverstehen
„Lehrer/innen-Coachinggruppen nach dem Freiburger Modell“ fördern die Beziehungskompetenz und sind vor mehr als acht Jahren in Baden-Württemberg als Maßnahme zum Gesundheitsschutz eingeführt worden. Die Corona-Pandemie hat die Lage von Lehrpersonen verschärft und zu einer gestiegenen Nachfrage des Angebots geführt. Einschränkungen und veränderte Bedingungen im Schulalltag stellen alle vor besondere Herausforderungen, die sich auch auf das Beziehungsgeschehen in der Schule auswirken. Das Coaching kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, um negative Folgen für die Gesundheit abzumildern, und hilft gerade in Zeiten der Krise, ein förderliches Gleichgewicht zwischen Engagement und Widerstandskraft herzustellen. Stichwörter: Beziehungskompetenz, Lehrer/innen-Coaching, Engagement, Resilienz, Lehrergesundheit
In Vergleichsstudien wurde immer wieder deutlich: Grundschulkinder haben Schwierigkeiten mit dem Lesen. Daraus ergibt sich ein dringender Förderbedarf und die Notwendigkeit der Implementierung von Förderprogrammen, die speziell auf Schüler/innen mit Förderbedarf zugeschnitten sind. Die Sommerschule Baden-Württemberg setzt hier an und bietet Schüler/innen ein Programm, dessen Ziel es ist, dass Schüler/innen mit Förderbedarf am Ende der Sommerferien sowohl gezielt Lernrückstände aufholen können als auch motivational gestärkt in ein neues Schuljahr starten können. Inwiefern die Sommerschule dabei Effekte erzielen konnte und ob das Programm durch die Kinder akzeptiert wird, wurde im Rahmen einer Evaluationsstudie untersucht, die der vorliegende Beitrag vorstellt. Stichwörter: Sommerschule, Leseförderung, Grundschule, individuelle Förderung, Erlebnispädagogik, Evaluationsforschung
Kann man, wenn die Schule nach Corona wiederbeginnt, einfach so weitermachen, als ob nichts gewesen wäre? Was hat der Lockdown für längerfristige Auswirkungen auf das Lernen und auf die Schüler/innen? Wie wird es mit dem Schulleben weitergehen? Was kann man aus den Erfahrungen des Lockdowns lernen und in die Zeit danach integrieren? Der folgende Beitrag stellt für die Zeit nach Corona Handlungsfelder in Form von Imperativen vor, um in den Schulen reflektiert und gesteuert zu neuer und möglicherweise besserer Normalität zurückzufinden. Stichwörter: Digitalisierung, Schulleben, Schulkultur, Eigenverantwortliches Lernen, SMV
Alex Rühle, Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung, thematisiert ein bisher gänzlich übersehenes Phänomen: die Wirkung der Corona-bedingten Schulschließungen als Raub des Jugendlebens vor allem in der Pubertät, als lebensgeschichtlicher Wartesaal ohne Sinn und Perspektive, als eine völlige Verkennung, was „systemrelevant“ ist: nämlich nicht nur ökonomische Faktoren, sondern auch diejenigen Lebensumstände, die den generationellen Ablösungsprozess moderieren und „Zukunft“ generieren. Dieser Essay appelliert an die ältere Generation, die auf Kosten der nachfolgenden Generationen deren Zukunft zerstört, die Besonnenheit der jungen Leute unter den herrschenden Extrembedingungen wertzuschätzen, und appelliert an die Politik, junge Leute mehr in die politischen Prozesse der Zukunftsgestaltung einzubeziehen. Stichwörter: Corona-Folgen, Schulschließungen, Jugendleben, Generationenverhältnis
Es mehren sich die Stimmen, bei den anstehenden Abiturprüfungen dürfe es hinsichtlich der Leistungsanforderungen keinen Rabatt geben. Die Absolventen würden lebenslang mit einem Makel herumlaufen („Generation Corona“ = Billigabitur). Der Beitrag erinnert daran, dass die Schulbesuchsdauer bis zum Abitur immer flexibel gehandhabt wurde, wenn „das Vaterland“ oder die Landeskasse es erforderte, oder gar nicht eingehalten werden konnte, weil aufgrund äußerer Umstände regulärer Unterricht gar nicht möglich war. Abiturnormen sagen etwas über die Erwartungen der Schule an ihre Absolventen, über Studien-, Berufs- und Lebensleistungen sagen sie meist gar nichts. Stichwörter:Abitur, Schulzeit Gymnasium, Abiturnormen
Die Corona-Pandemie fordert nicht nur Krankheits- und Todesopfer, sie führt nicht nur zum Wirtschafts- und Beschäftigungseinbruch, sie schädigt auch die Jugend – und nicht nur die Abschlussjahrgänge. Die Jugend erleidet nicht nur den Unterrichtsausfall, sie erlebt eine Dreifachkrise: Die Schulen fallen partiell oder total aus, die Zahl der Ausbildungsverträge schrumpft, weniger Absolventen werden eingestellt. Diese Jugend ist bedroht – ohne umfassende Kompensation wird sie zur „Corona-Generation“. Die Kompensation kann nur in einer ad hoc, aber auch strukturell dauerhaften Schulzeitverlängerung zum Ausgleich von Bildungsbenachteiligung liegen. Stichwörter:Schulschließung, Unterrichtsausfall, Bildungsbenachteiligung, Corona-Generation, Schulzeitverlängerung, Schulentwicklung, Chancenverbesserung, Distanzlernen
Die Coronakrise belastet vor allem Heranwachsende sehr. Seit dem Lockdown scheint die Zahl depressiver Schüler anzusteigen. Die ist kein Wunder, fallen doch mit die wirksamsten „Mittel“ gegen Depression weg: sozialer Kontakt und eine Struktur im Alltag. Ohne anzuklagen, will dieser Beitrag darstellen, welche Konsequenzen das Verhalten von Lehrpersonen auf die Psyche von Schülern in dieser Pandemiezeit haben kann. Es liegt auch an den Lehrpersonen, zumindest einen Teil der Struktur im Alltag durch einen guten Online-Unterricht aufrechtzuerhalten, für Schüler ansprechbar zu sein und deren schulische Zukunftsängste zu reduzieren. Stichwörter:depressive Schüler, psychische Gesundheit, Corona-Folgen
Matthias Schmidt ist Sonderpädagoge und leitet die Sebastian-Ott-Schule des Kinderheims Haus Nazareth in Sigmaringen. Sie fördert 100 Kinder und Jugendliche bis zur 9. Jahrgangsstufe und weitere 20 an einer Außenstelle. Die Schüler haben große Probleme in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung. Die Corona-Krise erschwert die pädagogische Arbeit immens, mit jeder Woche wächst seine Sorge um Schülerinnen und Schüler. Er versteht nicht, warum in Baden-Württemberg Förderschulen für körperlich und geistig behinderte Kinder im Lockdown geöffnet bleiben durften, seine Schule aber nicht. Hier berichtet er von den Folgen. Stichwörter:Schulschließung, verhaltensschwierige Schüler, Corona-Folgen, Förderschulen
Der nachfolgende Erfahrungsbericht eines Beratungslehrers von fast einem Jahr Schulschließungen zeigt die katastrophalen Folgen für Kinder mit besonderem Beratungsbedarf. Beratungen können wegen Überlastung der vorhandenen Beratungslehrer/innen nicht mehr in allen Fällen angeboten werden. Schulleiter sollen Einzelfallentscheidungen treffen – bei Einschulung, Versetzung, Schullaufbahnwechsel, ohne dass ausreichende Informationen zur Verfügung stehen. Nachteilig ist vor allem, dass Beratungslehrer/innen nicht selbst testen dürfen. Stichwörter: Beratungslehrer/innen, Folgen der Schulschließungen
Schulschließungen und Fernunterricht haben die psychosozialen Probleme der Schüler/innen massiv verstärkt. Der Beratungsbedarf ist enorm gestiegen, kann aber nicht bearbeitet werden, weil Präsenzberatung nicht möglich war und für eine Online-Beratung kein Zugang genehmigt wurde. Demzufolge werden sich die Beratungslehrer/ innen auf die Bearbeitung längerfristiger Probleme einstellen müssen. Dabei ist es wichtig, die Schüler/ innen in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken und Lob für das Geleistete zu spenden. Statt die eingetretenen „Lücken“ zu beklagen und ausgleichen zu wollen, wird eine positive Perspektive nach vorn eingefordert. Stichwörter: Corona-Folgen, Schulschließungen, Fernlernunterricht, Homeschooling, psychosoziale Folgeprobleme, Beratungslehrer/innen
Die vielfältigen Folgen der Corona-Pandemie für Schüler/innen werden inzwischen in der Öffentlichkeit diskutiert. Längst hat sich der Schwerpunkt mit Fokussierung „Leistung“ und „Nachholen“ verschoben zu den psychosozialen Kurz- und Langzeitfolgen, auf die inzwischen vor allem die Kinder- und Jugendtherapeuten- und -ärzte(verbände) hinweisen. Im vorliegenden Beitrag erläutert die Landesbeauftragte für Baden-Württemberg des Berufsverbandes Deutscher Psycholog/innen die aktuelle Lage und benennt die sich daraus ergebenden Forderungen. Stichwörter: Corona-Folgen, Schulschwierigkeiten, Schulpsychologische Beratung, Kinder-/Jugend-/ Familienhilfe